Außerhalb der Stadtmitte

Schloßkomplex der serbischen Königsfamilie

Ein weiterer Höhepunkt eines Belgrad-Besuchs ist eine Besichtigung des Schloßkomplexes der serbischen Königsfamilie. Während der jugoslawischen Zeit hatte Staatspräsident Tito hier residiert bzw. repräsentiert und Gäste wie Queen Elisabeth, König Juan Carlos und den äthiopischen Kaiser Haile Selassie empfangen, nach dem Ende des Jugoslawienkriegs wurden die beiden Schloßgebäude an die Nachkommen des früheren serbischen Königs zur Verfügung zurückgegeben. Seit dieser Zeit sind die beiden sehenswerten Gebäuden, die Anfang des 20. Jahrhunderts von König Alexander I. erbaut wurden, für die Öffentlichkeit zugänglich. Die beiden Paläste überraschen in ihrem Inneren durch eine erstaunliche stilistische Vielfalt. Da erwartet sie eine wertvolle Sammlung von verschiedenen Kunstgegenständen, Porzellan, Gemälde, Antike Möbelstücke…ein Flüsterraum, der als abhörsicher galt, weil laut rauschendes Wasser jedes leise Wort übertönte; das Privatkino des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Tito…und noch vieles mehr. Link zur website

Tito -Mausoleum

Marschall Tito der große Staatsman der das Kommunistische Jugoslawien gegründet hat, ist 1980. gestorben, aber Tito lebt in der Erinnerung der Bevölkerung von Ehemaligen Jugoslawien weiter. Das Tito- Mausoleum (das „Blumenhaus“) , das Alte Museum und das Museum der Jugoslawischen Geschichte bilden zusammen ein (acht Hektar) großes Komplex- die Tito-Gedenkstätte. Link zur website

Residenz des Fürsten Miloš in Topčider

Fürst Miloš Obrenović (1780-1860) war der Anführer des Zweiten serbischen Aufstands gegen die osmanische Herrschaft. 1815 wurde ihm eine sehr begrenzte Autonomie übertragen, die er durch Geschicktheit immer mehr auszudehnen vermochte. Aufgrund des türkischen Hatischerif (feierliche Urkunde, Erlass) wurde Serbien 1830 die innere Selbstverwaltung zugestanden und Miloš der erbliche Fürstentitel anerkannt. Fürst Miloš hielt sich, während seiner ersten Regierungszeit, nur zeitweilig in seiner Residenz in Topčider auf. Aber in seiner zweiten Regierungszeit verbrachte er hier die ganze Zeit. 1860 ist der Fürst in seiner Residenz gestorben. Bei der 150-Jahrfeier des Ersten serbischen Aufstands (1954) wurde in diesem Gebäude das Museum des Ersten serbischen Aufstands eröffnet. Der Unabhängigkeitskampf der Serben der sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur vollständigen Loslösung Serbiens aus dem osmanischen Staatsverband 1878 in mehreren Schritten vollzogen hatte, stellt in der serbischen Geschichte eine der wichtigsten Epochen dar. Link zur website

Ada Ciganlija

Was die serbische Hauptstadt einzigartig macht, ist Ada Ciganlija. Dieser Freizetparadies ist ein künstlicher in der Sava angelegter See, mit kilometerlangen Kiesstränden, zahlreichen Strandbars, Fahrradwegen und Sportanlagen im dazugehörigen Park. Ada stellt einen Platz zum Ausruhen und Schwimmen dar. Nur vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, finden hier im Sommer mehrere tausende Menschen die Erfrischung.

Avala

Ein beliebtes Ausflugsziel der Belgrader ist der 511 Meter hohe Berg Avala. Das Ehrendenkmal des Unbekannten Helden wurde als Andenken an die zahlreichen gefallenen serbischen Helden des Ersten Weltkrieges, auf Geheiß von König Aleksandar Karadjordjević 1938 errichtet. Das Mausoleum wurde genau auf jener Stelle errichtet, an der 1915 deutsche Soldaten die Leiche eines serbischen Soldaten fanden und ihn unter einem Kreuz mit der Inschrift "Ein unbekannter serbischer Soldat" beerdigten. Die Architektur des Mausoleums erinnert an antike Vorbilder. Sehenswert ist auch der 205,50m hohe, Fernsehturm, ein Wahrzeichen der Stadt. Der Fernsehturm aus dem Jahr 1965 war während der Nato-Bombardierung zerstört. Zehn Jahre später (2009) wurde er nach den alten Plänen neu errichtet. Oben befindet sich ein Drehrestaurant mit einmaliger Panorama -Blick über Zentral Serbien und Belgrad. Avala liegt nur 16 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist sicher einen Besuch wert.